St. Georg · 12. September 2016
Es war ein wunderbarer Frühlingstag am Kai von Portofino. Das Essen schmeckte, der Wein auch, die Zahl der Gäste war noch klein und die Wirtin des Restaurants zu einem Gespräch aufgelegt. Man plauderte über dies und jenes, bis die Frage fiel, was es mit der Flagge auf sich habe, die an der Kirche oberhalb der Bucht wehte. Die Antwort kam mit einem Schmunzeln:

St. Georg · 11. September 2016
Die katholische Kirche hat St. Georg aus ihrem Heiligenkalender gestrichen, aber in Großbritannien, einem protestantisch geprägten und stark säkularisierten Land, feiert man den 23. April, den Georgstag, mit ungebrochenem Enthusiasmus: Kinder erledigen Pappmachedrachen mit Holzschwertern, die Väter tragen phantastische Plastikritterhelme auf den Köpfen und ihre Mütter haben sich das Gesicht mit dem Georgskreuz – rot auf weißem Grund – geschminkt, Fahnen überall.

Drachentöter · 07. August 2016
Wer sich je mit Drachenkampfgeschichten beschäftigt hat, wird deren Ähnlichkeit bemerkt haben. Etwas zugespitzt könnte man sagen: Kennt man eine, kennt man alle. Ganz gleich, ob es sich um einen Schöpfungs- oder einen Heldenmythos, um eine Heiligenlegende, eine volkstümliche Sage oder um ein Märchen handelt: Immer geht es darum, daß ein Gott oder Heros ein im Grunde unüberwindliches, schlangenartiges, reptilartiges, lurchartiges Monstrum angreift und tötet.

Drachentöter · 19. Juni 2016
Unter der eigenwilligen Bezeichnung „Trojanisches Frühlingsfest“ findet in dem kleinen Ort Steigra, nahe Querfurt, jedes Jahr eine ebenso eigenwillige Veranstaltung statt: Umzug mit Drachen Kuno – Ostara begrüßt ihre Untertanen – Ritterwettkämpfe zwischen fünf kräftigen Männern um den Titel „Ritter St. Georg“. Was den Wettstreit angeht, so spielt der sich an einer sogenannten „Trojaburg“ ab.

Drachen · 15. Juni 2016
Es handelt sich wahrscheinlich um eines der bekanntesten Markenzeichen der Autoindustrie. Gemeint ist das Signet der Firma Alfa Romeo: vom Betrachter aus links ein rotes Kreuz auf weißem Feld, rechts eine grüne, gekrönte Schlange auf Weiß, in deren Rachen ein halb verschluckter oder halb ausgespuckter nackter Mensch steckt.

Drachentöter · 01. September 2015
Auf dem diesjährigen Festival interceltique, das vom 7. bis zum 16. August in der bretonischen Hafenstadt Lorient stattfand, stach aus dem Fahnenmeer über den Ständen und Gebäuden eine ungewöhnliche Fahne heraus, die einen schreitenden, vierfüßigen roten Drachen auf einem zwanzigfach grün und weiß geschachteten Feld zeigte.

Drachen · 19. September 2014
Der innere Zusammenhang von Schlangen- und Drachensymbol tritt bei den germanischen Völkern besonders deutlich hervor. Auch in ihrem Fall spielt die „doppelte Wesenheit“ (Wera von Blankenburg) für die Wertung eine wichtige Rolle, ist aber auf eigentümliche Weise verschoben. In der Vergangenheit hat die Forschung betont, daß sich in Deutschland und Skandinavien ein Schlangenkult – anders als bei den slawischen und baltischen Nachbarn – kaum nachweisen lasse.

St. Michael · 07. August 2014
Die Burg Hohenzollern, oberhalb der Stadt Hechingen in Schwaben gelegen, gehört zu den wenigen baulichen Besitztümern des Hauses Hohenzollern, die nach dem Zusammenbruch der Monarchie in Deutschland 1918 nicht verstaatlicht wurden, sondern in Familienhand verblieben.

St. Georg · 12. Mai 2014
Auch in diesem Jahr sah man sie bei den russischen Siegesfeiern am 9. Mai neben den Nationalfarben und den sowjetischen, die Farben des Sankt-Georg-Ordens: schwarz-gelb-schwarz-gelb-schwarz, die am Revers nach dem Muster der Solidaritätsschleife getragen werden, aber es gibt auch entsprechende Plakate, Autoaufkleber, Fahnen oder Wimpel.

St. Michael · 04. Mai 2014
„Charlotte begann: `Mein Lehrer behauptete, Wodenburg habe ursprünglich Wodansburg oder der Berg des Wodan geheißen, und was wir als alt oben in dem Schlosse anstaunen, das sei im Grunde funkelneu gegenüber jenem Uraltertum, auf welches der Name des Berges zurückdeutet. Wo jetzt die Kirche steht, da lag die Opferstätte, der heilige Hain des Wodan...

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